Morgens in Hotel. Das Frühstücksbuffet sieht köstlich aus. Verschiedene Früchte und Gemüse liegen bereit, um genussvoll von den anwesenden Gästen verzehrt zu werden. Ich mache mich gerade über ein leckeres Birchermüsli her, als ich durch einen grässlichen markerschütternden Lärm aufgeschreckt werde. Am Buffettisch hat ein Gast Gemüse in einen Entsafter gelegt und diesen eingeschaltet. Als nicht Saft/Smoothie-Trinker bin ich diesen Lärm nicht gewohnt. Ich bin scheinbar der Einzige im Raum, der sich verstört umsieht. Die anderen Frühstücker lassen sich nicht von dem Massaker, das gerade in brutalster Weise vonstattengeht, beindrucken. Ich hingegen schaue mit offenem Munde zu wie dem bemitleidenswerten Gemüse seine Feuchtigkeit entrissen wird. Wenn das Gemüse schreien könnte, es würde genauso tönen. Der Entsafter kennt keine Gnade. Der Gast auch nicht, unbeeindruckt wirft er ein Stück nach dem anderen in die brachiale Monstermaschine. Endlich, nach qualvollen Sekunden, die mir wie Minuten erscheinen, lässt das Geschrei allmählich nach. Das Gemüse ist endlich tot. Der Gast füllt sein Glas mit dem grünen Lebenselixier des soeben massakrierten Gemüses und läuft mit zufriedener Miene zu seinem Tisch.
Wohl bekommts!
Das Getränk ist vermutlich sehr gesund, die vielen wertvollen Inhaltsstoffe des Gemüses nähren und beleben den Trinker. Doch ich frage mich wie sieht es energetisch aus? Wir essen und trinken nicht nur die stofflichen Teile der Pflanzen. Wir nehmen auch ihre Energie in uns auf. Welche Energie hat wohl dieser Saft? Ich mache diesem Gast keine Vorwürfe. Ich muss zugeben, bis zu meiner Ausbildung zum Naturheilpraktiker habe ich mich nie um die „Gefühle“ meines Essens geschert. Erst durch Lektüre und Erfahrungen mit der Zubereitung von Heilmitteln, bin ich nachdenklicher geworden. Heute wissen wir, dass gestresste und misshandelte Schlachttiere ein qualitativ minderwertiges Fleisch liefern. Dass Massentierhaltung qualitativ schlechtere Nahrungsmittel produziert als artgerechtere und respektvolle Tierhaltung. Beim Fleisch kann man das sogar messen. Ob man den Stresslevel bei Pflanzen physikalisch messen kann, weiss ich nicht. Das ist mir auch egal, denn ich bin überzeugt, dass respektvoller Umgang mit allen Lebewesen unsere Lebensqualität verbessert.
Bei der Heilmittelherstellung gibt es verschiedene Firmen, die ihre Produkte mit Respekt vor der Natur und mit schonenden Herstellungsverfahren produzieren. Diese Mittel wirken nicht nur materiell über Inhaltsstoffe, sondern auch auf energetischer Ebene und helfen so unserem menschlichen System sich selber zu regulieren.
Ein weiser Mann sagte mal: „Lasset eure Nahrung eure Medizin sein“.
In diesem Sinne: Guten Appetit! 😉
